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Politischer Aschermittwoch der Christdemokraten

Poppenhausen (Wasserkuppe), den 20.02.2018

„Mehr Raum für´s Ländliche“
MdL Meysner schenkt dem ländlichen Raum seine Aufmerksamkeit
Ehrung langjähriger verdienter Mitglieder

Poppenhausen (Wasserkuppe): Mit einem musikalischen Auftakt vom Musikverein Cäcilia unter Leitung von Manfred Münch begann um 20.00 Uhr der 26. Politische Aschermittwoch der Poppenhausener Christdemokraten im „Von-Steinrück-Haus“.
Nach dem Singen der Nationalhymne begrüßte die Elisabeth Laudenbach, die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes die Mitglieder und Freunde des Gemeindeverbandes und alle Gäste - getreu dem Motto: CDU und JU – gemeinsam erfolgreich!
Ein besonderer Gruß galt dem Wahlkreisabgeordneten MdL Markus Meysner, der als Hauptredner für den Abend gewonnen werden konnte.
Ein Willkommen galt auch dem Kreisbeigeordneten Hermann Müller sowie den politischen Funktionsträger der Gemeinde, allen voran Bürgermeister Manfred Helfrich.
Die Vorsitzende ging kurz auf die große problematische Regierungsbildung im Bund ein, die sich aus dem Mangel an Mehrheitsverhältnissen ergeben hatte. Am 28. Oktober 2018 findet in Hessen die Landtagswahl statt, für die man sich eine gute Wahlbeteiligung wünsche. Die Unterstützung gelte insbesondere dem Wahlkreisabgeordneten Markus Meysner für dessen zweite Wahlperiode.
Bürgermeister Manfred Helfrich ging in seinem Grußwort zur Einstimmung auf das Hauptthema auf die Herausforderungen des ländlichen Raums ein. Er betonte, dass der eher schwach strukturierte ländliche Raum jede Unterstützung brauche und nannte beispielhaft folgende Merkmale: Dünne Besiedelung, wenige Arbeitsplätze, schwache Infrastruktur, unzureichende Verkehrsanbindung, mangelnde Nahversorgung, zu wenig Landärzte, verödete Ortskerne, Leer-Stand bzw. drohender Leer-Stand, Investitionsstau, die jungen Leute sind weg, gehen weg, nur noch die Alten bleiben zurück, in manchen abgehängten Regionen drohen Wüstungen…
Die Kommunen im ländlichen Raum würden insgesamt eine bessere Finanzausstattung benötigen. Stattdessen gebe es immer mehr Infoveranstaltungen, Workshops und vor allem minder gefüllte Förderprogramme. Und an die sehr begrenzten Mittel komme man sehr schwer dran. Außerdem stellten die kaum zu erfüllenden Voraussetzungen und die vielen Formalitäten fast unüberwindbare Hürden dar.
Allerdings könne man die jüngsten Initiativen der Landesregierung durchaus anerkennen: In Zeiten der guten Kassenlage bemühe sich das Land Hessen, die Kommunen zu entlasten und zu unterstützen. Die Investitionspakete, die zusätzlich aufgelegten Förderprogramme und die Möglichkeit der Entschuldung durch das Programm der HessenKasse seien Maßnahmen, die durchaus eine Anerkennung verdienen.
„Es wird dankbar registriert, dass auch dem finanziell schwach strukturierten ländlichen Raum inzwischen etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird“, so der Bürgermeister.
„Wir hier in Poppenhausen sind glücklicherweise insgesamt ganz gut aufgestellt, wir kommen auf bescheidenem Niveau einigermaßen zurecht. Denn hier stimmt noch einiges“, so Manfred Helfrich, der folgende Stichworte nannte: Ein gutes Angebot für die Begleitung und Bildung von Kindern und Jugendlichen, eine aktive Bürgerschaft, eine vielseitige rege Vereinsarbeit, eine ausreichende Infrastruktur, eine bedarfsgerechte Nahversorgung, eine gute medizinische Versorgung, über 1500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, eine prosperierende Tourismus-Wirtschaft, eine ordentliche Verkehrsanbindung, kein Wohnungs-Leerstand, kein nennenswerter Investitionsstau, die rege Nachfrage nach Bauplätzen sowie insgesamt eine Lebensqualität für alle Generationen.
Abschließend rief er die Mandatsträger und die Bürgerschaft auf, den Zusammenhalt und die gute Zusammenarbeit fortzusetzen.
Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl bestätigte er Markus Meysner, dass dieser im Wahlkreis präsent sei, er sich kümmere und sich für die Interessen des ländlichen Raums einsetze.
MdL Markus Meysner selbst ging in seinem Vortrag auf folgende Fragen ein:
Welche Probleme hat der ländliche Raum? Und wie könnte man sie lösen?
Dazu machte sich der aus Petersberg stammende CDU-Abgeordnete beim politischen Aschermittwoch im Von-Steinrück-Haus seine Gedanken. Er erzählte auch einige Anekdoten von seiner Zeit als Bürgermeister des Rhönstädtchens Tann. Dabei ging es insbesondere um die ärztliche Versorgung, die Digitalisierung, die Infrastruktur, um Arbeitsplätze, den Tourismus, die Sicherheit und das Ehrenamt. Mit klarer Sprache und persönlichen Erfahrungen trug er den Gästen vor, welche Verbesserungsvorschläge das Land Hessen und er persönlich für die ländlichen Regionen haben, um diese lebenswert und zukunftsfähig zu erhalten.
Zum Thema Mobilität nannte er das Beispiel der Mitfahrbank. Auf einer Bank am Straßenrand setzt sich jemand hin, der nach Fulda möchte, und wird kann von einem Vorbeifahrenden mitgenommen werden. Dazu, dass immer mehr Landärzte fehlen, nannte er die Idee von mobilen Praxen. „Ein Wohnmobil könnte bedarfsgerecht umgestaltet werden, so dass ein Facharzt verschiedene Dörfer anfahren und Sprechstunden anbieten könne. Zum Thema Ärztemangel habe das Land bereits ein Programm, das Medizinstudenten finanziell unterstützt, wenn sie die Arbeit in einer Landarztpraxis kennenlernen wollen. Es gebe die Idee einer Gemeindeschwester, die kleinere medizinische Versorgungen übernehmen könnte, oder die Möglichkeiten der Telemedizin:
Fachärzte könnten auch übers Internet Auskünfte geben. Dafür müsse es aber eine leistungsfähige Internetversorgung geben. Ein weiteres Thema der Digitalisierung könne die „Digitale Dorflinde“ sein. Ein Platz im Ort, an dem es freies WLAN gibt. Außerdem, so der Landtagsabgeordnete müsse mehr in die Infrastruktur investiert werden, so Meysner, der sich gewünscht hätte, dass die Bundesstraße 87n Richtung Thüringen gebaut worden wäre.
Eine Stärke im ländlichen Raum seien die Eigeninitiative und die Eigenleistung der Bürger, die in vielen Bereichen Abhilfe schaffe. Das selbst mit anpacken, spare Geld und schweiße die Gemeinschaft zusammen.
Abschließend zeigte sich der Abgeordnete überzeugt, dass die Landgemeinden künftig besser unterstützt werden sollten. Die Zuweisungen aus dem Kommunalen Finanzausgleich sollen entsprechend angepasst werden.

Zum Ende des offiziellen Teils wurden langjährige und verdiente Mitglieder des CDU-Gemeindeverbands Poppenhausen durch Manfred Helfrich und die CDU-Vorsitzende Elisabeth Laudenbach geehrt.
Manfred Helfrich: „Die Jubilare sind allesamt Menschen mit einer traditionellen, christlichen Wertevorstellung, bodenständig, heimatverbunden und in hohem Maße interessiert an einer positiven Entwicklung der Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe), der sie sich besonders verbunden fühlen.“

50 Jahre Mitgliedschaft

Clemes Müller:

  • 21 Jahre engagierte Kommunalpolitik
  • CDU-Ortsbeirat Steinwand
  • CDU-Gemeindevertreter
  • CDU-Fraktionsvorsitzender
  • Ehrenbrief des Landes Hessen
  • Ehrenfraktionsvorsitzender der CDU

Johannes Neuwirth:

  • Einige Jahre Engagement bei den Poppenhausener Christdemokraten
  • Ehrendirigent des Sängerchores Rhönlust Poppenhausen
  • Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 2018 – Verleihung der Von-Steinrück-Medaille als Ehrenmedaille der Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe)

Dieter Römmelt:

  • langjähriges, treues CDU-Mitglied
  • Unternehmer u. heutiger Senior-Chef der Fa. Römmelt – Hallenbau in Poppenhausen u. Buttlar

40 Jahre Mitgliedschaft

Reinhold Günther:

  • langjähriges, treues CDU-Mitglied
  • CDU-Mitglied des Ortsbeirates Gackenhof von 2011 - 2016
  • langjähriger Inhaber vom Berggasthof „Zur Ebersburg“
  • Mitinitiator der „Rhöner-Charme“-Initiative

August Heller:

  • Knapp 30 Jahre engagierte Kommunalpolitik
  • CDU-Gemeindevertreter Steinwand
  • CDU-Gemeindevertreter Großgemeinde Poppenhausen
  • CDU-Beigeordneter im Gemeindevorstand
  • Vorsitzender der Gemeindevertretung
  • Ehrenbrief des Landes Hessen

Helmut Sapper:

  • 35 Jahre engagierte Kommunalpolitik
  • CDU-Gemeindevertreter
  • Vorsitzender der Gemeindevertretung
  • CDU-Ausschussmitglied HFA, BA u. Umwelt
  • Vorsitzender des Konsolidierungsausschusses
  • Ehrenbrief des Landes Hessen
  • Ehren-Gemeindevertreter
  • 2018 – Verleihung der Von-Steinrück-Medaille als Ehrenmedaille der Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe)

Leo Schleicher:

  • langjähriges, treues CDU-Mitglied,

25-jähriges Jubiläum:

Torsten Schmitt:

  • CDU-Ortsbeirat Poppenhausen von 2001 – 2006
  • CDU-Gemeindevertreter von 2001 – 2011
  • Ausschuss-Mitglied Tourismus, Gewerbe und Finanzen
  • Ortsvorsteher von Poppenhausen von 2011 – 2016
  • Mitglied des Kreistages Fulda von 2006 – 2016
  • Seit 2016 Gemeindevertreter
  • Langjähriger Vorsitzender Jahren Ehrenvorsitzenden der Jungen Union

Den Geehrten wurden Urkunde, Anstecknadel, Blumen und ein Weingeschenk überreicht.
Mit dem schon seit vielen Jahren bewährten Aschermittwochsimbiss „Rhöner Art“, vorbereitet und präsentiert von Manfred Laudenbach unter Mithilfe einiger unserer CDU-Frauen, klang bei Blasmusik und guten Gesprächen der Aschermittwoch aus.

Fotos: Jessica Vey

 

 

Foto: Ehrende und Geehrte v.l.: Markus Meysner, Elisabeth Laudenbach, Torsten Schmitt, Clemens Müller, Johannes Neuwirth, Helmut Sapper und Manfred Helfrich

Fotoserien zu der Meldung


Pol.AM 2018 (20.02.2018)