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Das Corona-Virus und dessen Folgen

Poppenhausen (Wasserkuppe), den 26.03.2020

Massive Auswirkung für die Tourismus-Wirtschaft

Eine Mitteilung

  • an die Mitglieder des Vereins für Tourismus
  • an die Bürgerinnen und Bürger

Weltweit stellt die Ausbreitung des sog. „Corona-Virus“ (SARS-CoV-2) eine sehr ernst zu nehmende Gesundheitsgefährdung dar.

Die schnelle Verbreitung der Corona-Pandemie in Verbindung mit derzeit noch fehlenden Möglichkeiten zur medizinischen Eindämmung (z.B. durch einen Impfstoff) führen in einzelnen Ländern derzeit zu massiven Auswirkungen auf das öffentliche und private Leben sowie für die Wirtschaft.

Bei der daraus resultierenden Krise handelt es sich um eine nie dagewesene Lage, die alle Menschen vor große Herausforderungen stellt. Verhaltenshinweise, persönliche Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit und der Kontaktpflege sowie wirtschaftliche Einbußen betreffen die ganze Gesellschaft, die in eine Art Schockstarre versetzt wurde.

Zahlreiche Branchen verspüren herbe Einschnitte, Auftrags- und Umsatzrückgänge, Ertragsausfälle in massiver Höhe sind die Folge.

Die Auswirkungen treffen die Tourismuswirtschaft mit voller Wucht. Das Beherbergungsgewerbe mit Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Chalets, Ferienhäuser und Privatzimmer sowie die Gastronomie mit Wirtshäusern, Restaurants, urigen Kneipen, Bars, Cafés und Bistros und manches Angebot mehr, wurden innerhalb von nur wenigen Tagen auf „Null“ heruntergefahren. Aber auch zahlreiche Dienstleister der Tourismusbranche leiden unter dem Auftragsrückgang in nicht geahntem Ausmaß.

Unsere Gesellschaft wird derzeit brutalstmöglich geerdet.

Um die fatalen Auswirkungen für die freie Wirtschaft zu begrenzen, hat die Bundesregierung mit der Aufgabe der „Schwarzen Null“ eine völlig neue Prioritätensetzung im Haushalt in Gang gesetzt. Mit einem 156-Milliarden-Hilfsfond werden sofortige Liquiditätshilfen für betroffenen Unternehmen bereitgestellt und auch das Landes Hessen hat 2 Mio. Euro für schnelle und konkrete Hilfen beschlossen. Alles ist darauf ausgelegt, dass trotz der Corona-Pandemie das Leben, die Bau- und Wirtschaftstätigkeit möglichst zügig weitergeht.

Es ist also im öffentlichen Interesse, dass es auch in der Bauwirtschaft und in der Siedlungsentwicklung weitergeht. Dazu wollen wir unseren kleinen Beitrag leisten.

In dieser brenzligen Lage kann man leider nur wenig raten, eine Patentlösung gibt es leider nicht. Wir müssen die Zeit verantwortungsbewusst ausharren, bis die Gefahren des Virus weitgehend gebannt sind.

Dabei gilt es für die Betriebe, die Fixkosten soweit dies überhaupt möglich ist, zurückzufahren, evtl. vorhandene Rücklagen einzusetzen und ggf. Kurzarbeitergeld und/oder die zur Verfügung stehenden Finanzhilfen zu beantragen.

Ich halte es für wichtig, das Fachpersonal und die guten Mitarbeiter zu halten, um nach Ende der Krise für den Neubeginn fachlich kompetent gerüstet zu sein.

Man kann die Zeit auch dafür nutzen, um seine Geschäftsräume zu renovieren, zu sanieren, neu auszustatten oder zu erneuern. Mit Eigenleistung kann in der angeordneten Zwangspause viel Geld gespart werden, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird. Und ganz nebenbei hat man die freie Zeit vernünftig genutzt, um nach der Durststrecke gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Aber ich bin mir auch bewusst, dass diese Möglichkeiten nicht für alle Betriebe genutzt werden können. Einige oder mehrere gastronomischen Betriebe werden ihre Türen nicht mehr aufschließen können. Und dabei wird jeder dringend gebraucht, zur Versorgung der Einheimischen und auch unserer Gäste. Diese tragische Entwicklung erweist sich für die Tourismuswirtschaft aber auch für zahlreiche andere Branchen als eine brutale Marktbereinigung.

Nutzen Sie daher den Rat und die Empfehlung von Fachleuten - vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, der IHK, der Kreishandwerkerschaft, der Wirtschafts- und Regionalförderung, von Geldinstituten, von Steuerberatern und andern kompetenten Profis. Einige Hinweise erhalten Sie auch über den nachfolgenden Link:

https://www.deutschertourismusverband.de/service/coronavirus.html

Ich fühle mit allen unseren tüchtigen und rechtschaffenen Anbietern im Beherbergungsgewerbe, in der Gastronomie und allen anderen Anbietern von direkten oder indirekten Dienstleistungen im Tourismus und Freizeitgewerbe. Ich bange um die stark gefährdete Wirtschaftskraft des Tourismus, eine Branche die ein sehr bedeutender Wirtschaftsfaktor für uns als prosperierende Tourismusgemeinde im Biosphärenreservat Rhön darstellt. Mit etwa 112.000 Übernachtungen/Jahr zählen wir zu den stärkten Tourismusgemeinden in der Drei-Länder-Rhön. Und wir haben den Anspruch und das Ziel, dass wir diesen Stand halten und mittelfristig möglichst noch weiterentwickeln.

Deshalb meine Bitte/ mein Appell: Halten wir uns an die Anordnungen des Bundes und des Landes, zeigen wir Verantwortung, lassen wir uns nicht entmutigen. Schade, dass es so gekommen ist, aber nutzen wir die Zeit zur Besinnung und zur Überprüfung der persönlichen Situation, der eigenen Gegebenheiten mit der Chance der Neuausrichtung für eine gute und hoffnungsvolle Zukunft.

Ihnen und uns allen - alles Gute, beste Gesundheit, Tatkraft, Glück und Erfolg.

Mit freundlichem Gruß aus dem Rathaus,

Ihr und Euer

Manfred Helfrich

Vorsitzender u. Bürgermeister

Hier finden Sie die Mitteilung an die Mitglieder des Vereins für Tourismus und an die Bürgerinnen und Bürger als pdf-Datei

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Das Corona-Virus und dessen Folgen